Was ist Futurakel?

Der Zukunftspodcast Futurakel

Die Erfordernisse für eine kluge, konstruktive und gemeinsame Planung einer gesamtgesellschaftlich positiven, das heißt demokratisch-friedlichen und für alle lebenswerten Zukunft sollten auch vor dem Journalismus nicht Halt machen.

Klassischer Journalismus kritisiert, lobt, erklärt, ordnet ein und orientiert sich dabei zumeist allein an dem was ist und was war. Das hält unsere Gesellschaft wach, sorgt für eine breite Informationsvielfalt und befördert notwendige Diskurse.

Moderne Medien sollten sich indes auch und verstärkt mit Lösungen beschäftigen anstatt vor allem Probleme zu beschreiben und sich durch Konfliktdarstellungen an Zugriffszahlen und den eigenen Karrieren zu orientieren, meint der dänische Journalist Ulrik Haagerup, der hierfür um das Jahr 2017 den Begriff „Konstruktiver Journalismus“ prägte.

Es geht also darum, Lesern, Hörern und Zuschauern ergänzend zu Ist-Analysen ein nuanciertes Bild und eine Was-geht-Perspektive zu geben, auch als positives Gegengewicht zum Internet, das sich in zu vielen Bereichen als Beschleuniger des Negativen erweist. Konstruktiver Journalismus sollte sich verstärkt mit jenen zukunftsweisenden Kriterien befassen, die für unsere Gesellschaft und das moderne, mediale Korrektiv von wachsender Bedeutung sind.

In der deutschen Medienlandschaft gibt es aktuell nur wenige Formate, die sich der Idee des konstruktiven Journalismus verschrieben haben. Die Zeitschriften „Enorm“, „Brandeins“, „MUTmagazin“ und „Neue Narrative“ gehören dazu, der Podcast „NDR Info Perspektiven“, die ZDF-Sendereihe „plan B“, der „Tagesschau Lösungsfinder“, das taz-Magazin „FuturZwei“, die Rubrik “Gut zu wissen“ der „Sächsischen Zeitung“, und das Online-Magazin „Perspective Daily“ gehören dazu.

Festzuhalten bleibt: Es gibt noch viel zu wenige Medien und Formate des konstruktiven Journalismus. Manche Medien wie „ZEIT“, „SZ“ oder „Deutschlandradio“ berichten zwar ausführlich über Sinn und Stärken des konstruktiven Journalismus, beteiligen sich aber mit ihren leistungsstarken Redaktionen selbst nicht daran. Ein Widerspruch?

Klassische Medien kauen immer wieder die Ist-Zustände durch, loben oder üben Kritik, ordnen ein. Ist das zu wenig? Braucht es mehr, zum Beispiel Anregungen, Beispiele, das Aufzeigen von Wegen? Unterstützt ein mediales Verharren auf dem Eingefahrenen womöglich eine Politik des Abwartens und Nichtstuns, in der Parteien, Personen und Machtverhältnisse wichtiger scheinen als Inhalte wie Soziale Gerechtigkeit, Wohnsituation, Bildung, Steuern, Renten, Klimawandel?

In Freiburg leistet das Pressebüro ARNE BICKER seit 2021 einen Beitrag zum konstruktiven Journalismus in Form eines Ausbildungspodcasts für Schülerinnen und Schüler ab 18 Jahren, der genau diesem Ansatz verbunden ist: Nicht lamentieren, nicht provozieren und spalten, keinen Hass und keine Häme verbreiten, keine negative Ist-Kritik in den Vordergrund rücken.

Statt dessen: Konstruktiven Journalismus betreiben, der seriös und faktenbasiert sowie hohen journalistischen Standards entsprechend unsere Zukunft in den Blick nimmt, der in positiver Weise bundesweit relevante Themen aufgreift und Wege und Möglichkeiten für eine lebenswerte Zukunft aller aufzeigt, junge Menschen einbindet und für die gesamte Gesellschaft als Zielgruppe Lust macht auf unser gemeinsames Morgen und Übermorgen. Schwerpunkte sind Gesellschaft, Politik, Wissen, Medien und Kultur, immer offen im Diskurs und ohne ideellen Überbau.

Für den so entstandenen Zukunftspodcast „Futurakel“ suchen wir eine geeignete institutionelle Förderung. Der Podcast ist professionell gestaltet und inhaltlich dezidiert zukunftsweisend. Er wird mit professionell eingesprochenen Jingles und eigens von einem Berufsmusiker komponierten Musikminiaturen in einem Radio-Studio produziert und professionell auf unter 15 Minuten geschnitten. Der Podcast ähnelt somit einem aufwendig recherchierten und produzierten Radiobeitrag und ist kein langatmiges Debattenformat.

Vertrieben wird das digitale Audio-Medium über www.futurakel.de – per Selbstbedienungs-Abo, kostenlos oder mit freiwilligem Abopreis. So ist maximaler Datenschutz der Hörerinnen und Hörer, Leserinnen und Leser gewährleistet. Alle Zuwendungen gehen ohne Abzug für dritte Hosting- oder Transfer- resp. Zahlungsdienstleister direkt an das Projekt.